Experten Blog

Lesen Sie hier neue Fachbeiträge von Prof. Keck und anderen ärztlichen Kollegen rund um die Themen Gynäkologie, Endokrinologie und Labormedizin – mit aktuellen Erkenntnissen aus der ärztlichen Praxis. Natürlich sind Sie auch herzlich eingeladen: Tauschen Sie sich mit uns aus, senden Sie uns Ihre Beiträge, Themen oder Kommentare!

 

 

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Hormonanalytik – was der Frauenarzt wissen muss
  • 02.11.2018
  • Prof. Dr. C. Keck

Die Hormonanalytik beschreibt einen wesentlichen Bestandteil der Diagnostik in gynäkologischen Praxen. Sowohl für das Zyklusmonitoring als auch für die Differentialdiagnsotik von Zyklusstörungen ist sie erforderlich. Die Bewertung der ovariellen Funktion ist eine gezielte Labordiagnostik unumgänglich.

Dieser Beitrag (S. Segerer/ B. Sonntag/K. Gutensohn/ C. Keck: "Hormonanalytik – was der Frauenarzt wissen muss", in: Der Gynäkologe, 09/2018) bildet die grundlegende Bedeutung der Hormonanalytik für den Praxisalltag des Gynäkologen ab. 

Adipositas – ein „zunehmendes“ Problem
  • 30.09.2018
  • Prof. Dr. C. Keck

Jede fünfte Frau in Deutschland ist adipös. In nahezu jedem Alter für eine krankhafte Fettleibigkeit zu gesundheitsgefährdenden Begleiterscheinungen. Hinsichtlich der epidemiologischen Bedeutung der Adipositas ist die Beratung übergewichtiger Patientinnen aus dem Praxisalltag des Gynäkologen nicht mehr wegzudenken. 

Erfahren Sie in diesem Artikel (Prof. Dr. Christoph Keck: Adipositas – ein "zunehmendes" Problem, in:  FRAUENARZT, Ausgabe 09/18, S. 697 - 703) mehr über die pathophysiologischen Faktoren, Diagnostik und Behandlung bei Adipositas.

Einfluß der Ernährung auf die Fruchtbarkeit
  • 12.06.2018
  • Prof. Dr. C. Keck

Die Ernährung hat einen entscheidenden Einfluß auf die Fortpflanzungsfunktion des Menschen. Eine Autorengruppe um Gaskins et al. hat in einer aktuellen Arbeit den Einfluß bestimmter Nachrungsbestandteile auf die Fortpflanzungsfunktion untersucht. Die wesentlichen Ergebnisse lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: 

Folsäure und Vitamin B12: Durch entsprechende Substitution könnte die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Ovulationsstörungen signifikant gesenkt werden.

Omega-3-Fettsäuren: Frauen mit hohen Omega-3-Fettsäure-Werten haben ein um 58% geringeres Risiko für Anovulationen gegenüber Frauen mit erniedrigten Werten.

Vitamin D: Ein Vitamin-D-Defizit reduziert signifikant die Chance auf eine erfolgreich verlaufende Schwangerschaft, jedoch konnte bisher nicht aufgezeigt werden dass eine erhöhte Vitamin-D-Zufuhr die Konzeptionswahrscheinlichkeit erhöht. 

Fazit: Es kann nicht definiert werden welche Ernährungsform letztlich die "gesündeste" für Paare mit Kinderwunsch ist. Eine allgemein gesunde Ernährung beispielsweise nach dem Vorbild der mediterranen Diät erwies sich durchaus als förderlich, während ungesunde Ernährungsgewohnheiten (verarbeitetes Fleisch, Kartoffeln, Süßigkeiten etc.) einen eher ungünstigen Einfluß zeigten. Der Einfluß moderater Alkohol- und Koffeinmengen ist derzeit noch unklar. 

Literatur: Gaskins et al.: Diet and Fertility: a Review. Am J Obstet Gynecol 2018; 218: 379-89

Fruchtbarkeitsreserve für Frauen mit Krebserkrankung
  • 13.04.2018
  • Prof. Dr. C. Keck

Jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 15000 junge Frauen und Männer im Alter von 18-39 Jahren an Krebs. In den letzten Jahren konnten die Behandlungsmöglichkeiten für Karzinomerkrankungen deutlich verbessert werden, jedoch geht eine Chemo- oder Strahlentherapie oftmals mit dem Verlust der Fruchtbarkeit einher. Es gibt die Möglichkeit, vor Beginn der Chemotherapie Eizellen oder Eierstockgewebe einzufrieren und nach Abschluß der Behandlung auf diese Zellen zurückzugreifen um damit eine Schwangerschaft zu erzielen. Dabei handelt es sich jedoch um aufwändige Verfahren die mit erheblichen Kosten verbunden sind. In Deutschland sind die Krankenkassen bisher nicht generell bereit, die Kosten für solche Maßnahmen zur "Fruchtbarkeitsreserve" zu übernehmen. 

Im Gegensatz dazu müssen seit ca. 1 Jahr krebskranke Frauen und Männer in Belgien das Einfrieren von Eizellen, (bzw. bei Männern von Samenzellen) nicht mehr selbst finanzieren.

Es bleibt zu hoffen dass auch die deutsche Politik darauf hinwirkt, dass jungen Menschen in einer solch schwierigen Lebenssituation zumindest die finanziellen Sorgen um die Erhaltung ihrer Fruchtbarkeit genommen werden können.

Ihr

Prof. Dr. C. Keck

 

 

 

Risikofaktoren für Myome
  • 22.03.2018
  • Prof. Dr. C. Keck

Myome sind die häufigsten gutartigen Tumoren bei Frauen. Etwa ein Drittel aller Myome werden symptomatisch.

Eine aktuelle Metaanalyse untersucht anhand von 60 Fall-Kontroll- und Kohortenstudien potenzielle Risikofaktoren.

Es konnte in dieser Arbeit gezeigt werden dass folgende Faktoren das Risiko für Myome erhöhen:

- Alter: Anstieg des Risikos ab 40 Jahren bis zur Menopause

- menopausale Situation (postmenopausal niedrigeres Risiko)

- Hypertone (RR > 140/90 oder Einnahme von Antihypertensiva

- Myome bei Verwandten

- Zeit seit der letzten Entbindung

Folgende Faktoren verringern das Risiko für das Auftreten bzw. den Nachweis von Myomen:

- orale Kontrazeptiva

- Medroxyprogesteronazetat (MPA) als Depot

Rauchen bei Frauen mit niedrigem BMI (< 22,2 kg/m2)

- Entbindungen

 

Es ist schwer, aus diesen Daten allgemeine Empfehlungen abzuleiten,  jedoch sollte der Arzt bei der Anamneseerhebung gezielt nach den o.g. Faktoren fragen.

Literatur: Stewart EA et al.: Epidemiology of uterine fibroids: a systematic Review BMOG 2017; 124: 1501-12

 

 

Nierenerkrankungen betreffen überwiegend Frauen
  • 09.03.2018
  • Prof. Dr. C. Keck

Der Weltnierentag am 8.3.2018 nimmt insbesondere die Frauen in den Blick. Die Fachärzte für Nephrologie und Gynäkologie haben dazu den Informationsflyer "Beste Aussichten für Ihr Baby und Ihre Nieren" entwickelt. Dieser informiert schwangere Frauen über das Krankheitsbild Präeklampsie ("Schwangerschaftsvergiftung") sowie über Therapie und Nachsorge. Der Info-Flyer wird ab Mitte März 2018 in gynäkologischen und nephrologischen Praxen und Abteilungen ausliegen und kann auch auf der Seite der DGfN (Deutsche Gesellschaft für Nephrologie) heruntergeladen werden.

fetalis - der neue NIPT
  • 04.03.2018
  • Prof. Dr. C. Keck

Seit Dezember 2017 steht fetalis - ein Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT) wieder zur Verfügung. Der Test analysiert das Risiko für das Vorliegen der wichtigsten Chromosomenstörungen des Feten: 

- Trisomie 13

- Trisomie 18

- Trisomie 21

- Monosomie X (Ullrich-Turner-Syndrom)

Der Test kann ab SSW 10 + 0 angewendet werden und ist auch für Zwillingsschwangerschaften geeignet.Auf Wunsch der Schwangeren wird auch das Geschlecht des Kindes ermittelt. Die Information zum Geschlecht des Kindes darf - laut Gendiagnostikgesetzt - ab SSW 14+ 0 an die Schwangere weitergegeben werden.

Auffällige Ergebnisse müssen - wie bei allen NIPTs - durch eine weiterführende Diagnostik (Amniocentese etc.) ergänzt werden.

Mit einem Preis von 269 EUR ist fetalis für das o.g. Untersuchungsspektrum der preisgünstigste Test seiner Art.

Weitere Informationen: www.amedes-group.com/fetalis

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